Über dieses Projekt

Die touristischen Broschüren und Filme über die Schutzgebiete des Südlichen Kaukasus sind unter der Federführung des ‘Transboundary Joint Secretariat for Nature Conversation in the Southern Caucasus’ entstanden. Herausgeber sind die jeweiligen Umweltministerien Armeniens, Aserbaidschans und Georgiens. Enge Projektpartner sind der World Wide Fund for Nature (WWF) und der Caucasus Nature Fund (CNF).

Das ‘Transboundary Joint Secretariat’ ist eine der vier ‚Säulen‘ des ‘Ecoregional Nature Protection Programme for the Southern Caucasus’, das von der KfW im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt wird. Alle Säulen des Programms verfolgen die gemeinsame Strategie, die Ziele und Instrumente des Naturschutzes in den Ländern des Südlichen Kaukasus aneinander anzugleichen. Eine nachhaltige sozio-ökonomische Entwicklung und die Beteiligung der lokalen Bevölkerung sind dabei wesentliche Leitlinien:

1) Transboundary Joint Secretariat (TJS)
Das TJS fördert die regionale Angleichung und Modernisierung der Naturschutzsektoren Armeniens, Aserbaidschans und Georgiens durch Erfahrungstransfers internationaler ‘Best Practices’ und durch regionalen grenzübergreifenden Austausch. Das TJS unterstützt die Entwicklung von Naturschutzstrategien und Methoden zur Verbesserung der finanziellen Nachhaltigkeit von Schutzgebieten. In seiner zweiten Phase von 2011 bis 2015 testet das TJS zudem partizipative Entwicklungsansätze in Gemeinden mithilfe kognitiver Lernprozesse.

2) Support Programme for Protected Areas (SPPA)
Das SPPA-Förderprogramm investiert in die Errichtung und Entwicklung einzelner Schutzgebiete in den Südkaukasusländern. Die Investitionen dienen der Entwicklung von Managementplänen, der Personalförderung sowie der nachhaltigen Tourismus- und Infrastrukturentwicklung, einschließlich der Errichtung und Instandhaltung von Besucherzentren und Wanderwegen. Zudem sind die Investitionen auf die sozioökonomische Entwicklung von Anrainergemeinden ausgerichtet.

3) Caucasus Nature Fund (CNF)
Der CNF ist ein Naturschutzfonds, der finanzielle Zuwendungen der deutschen Regierung und anderer internationaler Geber verwaltet. In öffentlich-privater Partnerschaft mit den Regierungen Armeniens, Aserbaidschans und Georgiens bietet der CNF den Schutzgebieten des Südlichen Kaukasus Langzeitfinanzierungsmöglichkeiten zur Deckung ihrer Betriebs- und Verwaltungskosten. Zudem finanziert der CNF Monitoringsysteme für den Naturschutz und nachhaltige touristische Entwicklungsmaßnahmen.

4) Eco-corridor Development Programme (ECDP)
Das kürzlich begonnene ECDP-Programm ist darauf ausgelegt, Schutzgebiete durch sogenannte Öko-Korridore miteinander zu verbinden. Diese sollen als Verbindungskanäle für Tierpopulationen dienen, die aufgrund Ihrer geographischen Isolation dem Risiko der genetischen Degradierung ausgesetzt sind. Für die Korridore werden Landnutzungspläne ausgearbeitet unter der Berücksichtigung von sozioökonomischen Anreizen für die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen.